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Kaviarkunde 
   


Allgemeines:

Bei Echtem Kaviar ( russischer oder iranischer Kaviar) handelt es sich um den präparierten (behandelten) Rogen der weiblichen Tiere, eines prähistorisch wirkenden Fisches - des Störs. 

Ein Meeresfisch, der seit über 250 Millionen Jahren existent und sich nur unmerklich veränderte.
Eigentlich ein lebendes Fossil, der anstatt Gräten ein Skelett aufweist.
Störe sind schuppenlose Fische, ihre Haut erinnert an Leder.

Störe sind Meeresfische, die zur Laichzeit das Süßwasser aufsuchen.
Diese Tiere können eine enorme Größe erreichen, wobei der Belugastör als größter Vertreter
seiner Rasse bis sechs Meter lang und über 600 Kilogramm schwer werden kann.
Die Mehrzahl gefangener Störweibchen bewegt sich jedoch in Kategorien zwischen zwei und
drei Metern Gesamtlänge.

Wegen des Raubfanges und der Umweltverschmutzung sind sie heute selten geworden.
Man findet sie vermehrt in den Zuflüssen des Kaspischen Meeres, im schwarzen Meer,
im Baikalsee und im Asowschen Meer. 
 
Bis Anfang der 90iger Jahren war der Handel mit Stör sowie seinem Rogen
– dem Kaviar – in den Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres staatlich reglementiert.
Die Ausfuhrbeschränkungen dieser Staaten boten den Stören im Kaspischen Meer einen
gewissen Schutz vor Überfischung.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion breitete sich in den Staaten der ehemaligen
UDSSR ein hemmungsloser Schwarzhandel aus, der die Bestände drastisch reduzierte.
Seit dem 1. April 1998 fallen die Störe des Kaspischen Meeres unter das Washingtoner Artenschutzabkommen. Die Fangquoten in Russland und dem Iran wurden begrenzt,
um eine Erholung der Bestände zu ermöglichen. Seit dem Frühjahr 1999 muss jede
Dose Kaviar über 250g mit entsprechenden Papieren versehen werden, um den illegalen
Handel zu erschweren

Benannt wird der Kaviar nach der Störart, der er entnommen wurde. 
 

Gewinnung:

Die Hauptfanggebiete für Störe, also auch der direkt ansässigen Kaviarproduktion,
befinden sich rund um das Kaspische Meer mit den Staaten Iran, Russland, Kasachstan,
Turkmenistan und Aserbeidschan.

Störe finden sich jedoch auch weltweit. In Europa sind etwa die Atlantikküste und die
Adria kleinere Fanggebiete. China und Japan sind Länder, in denen der Kalugastör
beheimatet ist, der dem  Beluga in etwa gleicht. Weitere Störbestände finden sich in
amerikanischen Gewässern, inklusive Kanada und Alaska - wobei der Golf von Mexiko,
St. Lawrence Strom und Great Lakes zu nennen wären. Die amerikanische Gewässer sind
außerdem Heimat des sehr begehrten "Weißen Störs".

Wenn die Störweibchen zum Ablaichen aus den Meeren in die Flüsse aufsteigen, werden
sie gefangen  (in einer Tiefe von ca. 20 m) und in großen Aquarien an Bord von Schiffen gebracht.
Da nur ein lebender und frischer Stör eine hohe Qualität des Rogens sichert, wird der Fisch
umgehend an Land zu den Verarbeitungsstationen gebracht. Hier werden die Rogensäcke mit
den unbefruchteten Fischeiern (800.000 bis 3.000.000 Eier je Weibchen) entnommen.
Zur Entnahme des Rogens werden die Tiere betäubt.
Nach dem Fang wird der Rogen entfettet und durch ein Sieb (durch ein groß-maschiges Hanfsieb gedrückt auch um Gewebeteile zu entfernen) gestrichen. Beim Sieben bleibt der unerwünschte
Schleim der Eierstöcke zurück. Anschließend werden die Eier (der Rogen) mit Meerwasser
gewaschen und gesalzen, mit Borsäure konserviert (ca. zwei Gramm auf ein Kilogramm Kaviar)
und versandfertig abgepackt.  
Von der Entnahme des Kaviars bis zur Verpackung dürfen kaum mehr als 10 Minuten vergehen.

Die Kaviarausbeute beträgt ca. 10 bis 12% des Lebendgewichtes.  
In 1,8 Kilogrammdosen ( sogenannte Originaldosen ) abgefüllt, wird der Deckel der Dose sehr fest angepresst. Dies lässt unter anderem Luft und Fischöl entweichen - eine absolute Notwendigkeit,
um einer möglichen Oxydation vorzubeugen.
Neben diesem eher frischen Produkt bietet der Handel auch konservierte Ware an, bei denen
Kaviar unter Hitzeeinwirkung haltbar gemacht wurde. Diese Pasteurisierung erfolgt jedoch nie
im Ursprungsland. 

Die frischen Eier sind unmittelbar nach dem Schlachten hell und glasig. Sie dunkeln erst nach der Behandlung mit Salz nach. Die einzelnen Eier des Kaviars werden auch als Korn oder manchmal
auch als Perle bezeichnet. Meist im Zusammenhang mit dem Versuch Geschmack, Qualität oder andere Eigenschaften zu beschreiben.


Geschichte des Kaviars: 

Der Begriff Kaviar geht auf einen alten iranischen Volksstamm zurück, der am Kaspischen Meer lebt. Die Khediven sind für ihre Körperkraft und Mannesstärke sehr bekannt. Die Khediven essen viel Kaviar. Der zubereitete Kaviar heißt bei ihnen Cahv-Jar und bedeutet "Kuchen der Freude".
Der unzubereitete Kaviar heißt bei ihnen "Echpel".
Erst  im 19. Jahrhundert wurde der Kaviar überhaupt als Delikatesse entdeckt.                  
Bevor ihn die russische Aristokratie als ein Symbol der feinen Lebensweise entdeckte, stand der
Kaviar vornehmlich auf dem Speiseplan der ärmeren Bevölkerung. Vom russischen Reich aus
begann der Kaviar seinen Siegeszug schließlich durch ganz Europa.
Auf russisch heißt Störrogen "Ikra". Kaviar-Händler (sogenannte Kaviar-Barone) reisten durch die
Länder und boten den Kaviar an. Bis 1925 besaß Russland die ausschließlichen Fischereirechte
im Kaspischen Meer.

Im Jahr 1953 wurde im Iran eine eigene iranische (staatliche) Fischereigesellschaft gegründet.
Seit über 50 Jahren exportiert nun der Iran seinen Kaviar in alle Welt. Der iranische Kaviar gilt
weltweit unter Feinschmecken als die absolute Delikatesse. Dies liegt vor allem an der hohen
Qualität des Kaviars und an der hervorragenden Verarbeitung, die durch strengste Qualitäts-
kontrollen gesichert werden.


Qualität: 

Die Qualität des Kaviars und das Alter der Störe hängen unmittelbar zusammen.
Die begrenzten Fangquoten des Iran gewährleisten ein ausreichendes Altern der Störe.
Denn je älter ein Störweibchen wird, um so reifer ist auch sein Rogen.
Um überhaupt fangreif – und damit als Kaviarfisch in Frage zu kommen – benötigt der Stör je
nach Art zwischen 7 (Beluga) und 20 (Sevruga) Jahren. Echter Kaviar hat große,
durchscheinende und volle Körner. Sie sollen grau sein, einen milden Geschmack und eine
trockene Oberfläche haben.


Qualitätsmerkmale:

Perligkeit und Glanz der Körner sowie ein arttypischer, ein feiner und frischer Geruch sind
Merkmale eines guten Kaviars. Frischer Kaviar perlt locker.
Je zarter die Haut des Korns, desto besser der Kaviar.
Hellfarbener Kaviar, der hell, silbergrau bzw. goldbraun schimmert ist wertvoller.


Kaviarverarbeitung- und Verpackung:

Original verpackte Kaviar-Frischware aus den Erzeugerländern ist üblicherweise in Dosen verpackt.
Die Dosen werden in Größen zu 50, 100, 125, 250, 500 g und zu 1,8 kg angeboten.

Die idealste Verpackung für den Export ist immer noch die traditionelle, innen beschichtete
1,8 kg Dose ( so genannte Originaldose ) mit einem Stülpdeckel.

Das Unterteil wird mit Kaviar aufgehäuft und der Deckel fest aufgedrückt.
Dadurch wird die überschüssige Lake und die für  den Kaviar schädliche Luft aus der Dose gepresst.
Mit einem Gummiring versiegelt, bleibt der Kaviar bis zu einem Jahr haltbar (siehe Hersteller bzw. Lieferantenangabe).

Kaviar in Gläsern ist teilweise von Importeuren umgepackte Ware.
In Gläsern verpackter Kaviar ist pasteurisiert. Ungeöffnet hat er eine Haltbarkeit bis zu einem Jahr. Damit ist Glasware eher als Dosenware zur Vorratshaltung geeignet.
Die Gläser sind für den Einzelhandel und Kunden bestimmt, die nur kleinere Mengen Kaviar verlangen. Handelsübliche Verpackungsgrößen sind 28, 30, 50, 56 100 und 113 g.

Zum Schutz und Erhalt des Störs sollte man nur Dosen mit einer Cites-Nummer kaufen.    
Diese Cites-Nummer garantiert die Lieferung aus kontrolliertem Fang und Import,
unter Einhaltung des Washingtoner Artenschutzabkommens. 


Haltbarkeit, Lagerung und Verzehr:

Frischer Kaviar kann original verschlossen, gekühlt bei + 2° C bis zu drei Monaten
(siehe Hersteller bzw. Lieferantenangabe) aufbewahrt werden.
Keinesfalls darf er unter - 4°C gelagert werden, da sich sonst der Geschmack und die Konsistenz
der Körner völlig verändern würden.

Nach dem Öffnen sollte der Kaviar nach Möglichkeit umgehend verzehrt werden, Reste können
noch ca. 5-7 Tage gelagert werden.

In einem privaten Haushalt ist eine optimale Lagerung von frischem Kaviar nur sehr schwer einzuhalten. Darum hat sich im Einzelhandel die pasteurisierte Glasware durchgesetzt.
Pasteurisierter, in Gläsern abgefüllter Kaviar hält bis zu einem Jahr (siehe Hersteller bzw. Lieferantenangabe). Geöffnete Verpackungen sind nur noch ca. 5 bis 7 Tage haltbar.

Verdorbener Kaviar ist gesundheitsgefährdend. Verdorbener Kaviar riecht und schmeckt säuerlich
und darf nicht mehr verzehrt werden.      
                                                                                    
Zum Verzehr dieser Delikatesse werden Löffel aus Horn oder Perlmutt empfohlen, die den
Geschmack des Kaviar nicht beeinflussen.
Goldlöffel eignen sich ebenso hervorragend – auch wenn sie nicht in jedem Haushalt anzutreffen sind.
Auf keinen Fall darf ein Silber- oder Metallöffel verwendet werden, da er den Geschmack des Kaviars beeinflusst. Silber oxidiert und gibt dem Kaviar einen fischigen Geschmack.
Auch Edelstahl sollte nicht verwendet werden.                                                              

Der Kaviar sollte kühl serviert werden (auf einem Eissockel angerichtet), damit er die Eigenarten
seines Geschmacks voll entfalten kann.                                                                                    
Als klassische Beilage werden Sauerrahm und Blinis (sehr kleine Buchweizenpfannkuchen) serviert. Weitere empfehlenswerte Beilagen sind beispielsweise gebutterter Toast, gebackene Kartoffeln oder kleine Kartoffelpuffer mit Crème Fraîche. Die Beilagen zum Kaviar sollten keinesfalls über einen
starken Eigengeschmack verfügen, wie z.B. Zwiebeln oder Zitrone. Sie überdecken den feinen Geschmack des Kaviars.
Bei den Getränken sollte mit Vorsicht ausgewählt werden. Champagner, Krimskoje, trockener Weisswein oder Wodka unterstreichen den Geschmack und heben die Eigenarten hervor.


Geschmacklich von fein bis intensiv abgestuft gilt bei den Kaviarsorten Beluga, Ossietra und Sevruga: probieren!
Es wäre nicht gerechtfertigt, eine pauschale Aussage über den besten Geschmack zu treffen. Unter Gourmets hat jede der drei genannten Sorten ihre Liebhaber.
   

Haltbarkeit / pasteurisierter Kaviar: 

Bei der Pasteurisierung  wird der Kaviar auf ca. 60° erhitzt und in Gläsern abgefüllt.
Die Haltbarkeit von pasteurisiertem Kaviar beträgt bei Kühlung bis zu 12 Monate.
Pasteurisierter Kaviar wurde früher bei Kennern als "Konserve" abgelehnt. Inzwischen haben sich
die Möglichkeiten des Pasteurisierens soweit entwickelt, dass auch hier eine hervorragende Qualität gewährleistet werden kann.


Salzung:                                                                                                 
Der hohe Eiweiss und Fettgehalt hat zur Folge, dass Kaviar sehr leicht verdirbt.                
Daher wird Kaviar immer gesalzen . Die Höhe des Salzgehaltes wird der Jahreszeit und der
Qualität angepasst. Stark gesalzener Kaviar ist von geringer Qualität.                             
Die russische Bezeichnung Malossol bezeichnet keine eigene Kaviarsorte, sondern Kaviar
mit wenig Salz (2,8 %). 
   

Malossol:
                                                                                                                                
Malossol ist keine Bezeichnung für eine Kaviar-Sorte.
Das russische Wort "Malossol" bedeutet "mild gesalzen".                                               
Dieser Begriff, auf russischer Ware zu finden, gibt lediglich an, dass es sich um ein nur
schwach gesalzenes Kaviarprodukt handelt (2,8 bis 4 Prozent Salzgehalt). 
Das leichte Salzen ist eine Veredelung des Kaviars und macht ihn haltbarer.  
              
Qualitativ hochwertiger Kaviar wird gerade so viel gesalzen wie es für die begrenzte Haltbarkeit notwendig ist.

Ein mit Malossol gekennzeichneter Kaviar darf einen Salzgehalt von höchstens 2,8 bis 4% aufweisen. Fangfrischer unbehandelter Kaviar ist hell und glasig. Erst durch die Behandlung mit Salz werden die Eier dunkel. Sehr schwach gesalzener Kaviar ist darum selten tiefschwarz. Bei Malossol Kaviar bleibt der natürliche Geschmack weitgehendst erhalten. 

Neben dem Malossol Kaviar gibt es noch den lange haltbaren Fasskaviar bzw. Salzkaviar.  
Dieser Kaviar wird mit etwa 10 bis 13% Kochsalz gemischt. 
   

Kaviar – eine vitaminreiche Delikatesse:


Nicht nur sein edler Geschmack zeichnet den Kaviar aus.
Er enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Durch seinen Lecithingehalt gilt Kaviar auch als ideales Beruhigungsmittel.
Der Rogen enthält einen Fettanteil von ca. 15-16%. Kaviar ist sehr reich an Eiweiß (25 bis 35%)
mit einem hohen Anteil essentieller Aminosäuren. 
Er enthält die Vitamine D, E, B12 und Niacin sowie die Mineralien Jod und Natrium.
Darüber hinaus hat er einen hohen Gehalt an Cholesterin.


Kochen mit Kaviar :

                                                                                                                                   
Kaviar  erfreut sich starker Beliebtheit in Feinschmeckerkreisen.                                     
Deshalb haben wir für Sie unter Rezepte mit Kaviar einige entsprechende Rezepte zusammengestellt.


Die Arten des Störs: 

Echter Kaviar ist der Rogen des weiblichen Störs.

Unterschieden wird zwischen den Arten Sevruga , Osietra und Beluga .
 
In diversen Unterarten vorkommend benennen die jeweiligen Störarten auch den ihnen zugehörigen Kaviar (Beluga-, Sevruga-, Osietrakaviar). Geschmacklich und farblich differierend gelten die
einzelnen Sorten gleichzeitig auch als eine Art qualitativer Einstufung.
  

Der Beluga-Stör   (zool.: Huso huso)                                                                       
Hausen, engl.: beluga, franz.: beluga, grand esturgeon, ital.: storione ladano, span.: esturión






Der Beluga ist der größte unter den Störarten. Er kann eine Größe von bis zu acht Meter erreichen
und an die 1.400 kg schwer werden. Solch große Fische sind aufgrund der intensiven Jagd aber
selten geworden. Das Durchschnittsgewicht liegt bei 50 bis 140 kg.

Im Gegensatz zu den anderen Störarten gehört der Beluga zu den Raubfischen und lebt vorwiegend
von anderen Fischen. Geschlechtsreif wird das Beluga-Weibchen nach 15 bis 20 Jahren und laicht
dann in einem Drei-Jahres-Rhythmus. Verbreitungsgebiet ist das Schwarze, Asowsche und
Kaspische Meer.  Zum Ablaichen steigt er aus dem Kaspischen Meer in die Wolga und aus dem Schwarzen Meer in die Donau auf.
  
Der Beluga kann über 100 Jahre alt werden.
Der Rogenanteil eines Belugas beträgt ca. 12% des Körpergewichts.


Der Osietra-Stör
  (zool.: Acipenser gueldenstaedit)    Waxdick, Ossietra
Es werden auch die Schreibweisen "Osietra , Ossietra, Ocietra, Ossetra oder                   
Ossiort (russisch)“ verwendet. 







Sein Verbreitungsgebiet sind ebenfalls das Schwarze, Asowsche und Kaspische Meer.
    
Der Waxdick oder Osietra wird durchschnittlich 1,5 bis 2 m lang.
Nur ausgewachsene Tiere erreichen selten eine Länge von 4 m und etwa 200 kg Gewicht.
Das Durchschnittsgewicht liegt bei den meisten jedoch bei 50 bis 80 kg.

Er ist ein Allesfresser und ist nach 8 bis 10 Jahren zum ersten Mal laichbereit.
 


Der Sevruga-Stör (zool.: Acipenser stellatus) „Acipenser Stellatus“                        
(Scherg, Sternhausen)







Wie der Beluga kommt er im Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meer vor und
steigt in deren Zuflüsse zum Ablaichen hinauf. Er ist Lieferant des Sevruga-Kaviars.
Der Sevruga ist der kleinste unter den kaviarliefernden Störarten.
Er wird nur bis zu 1,5 m lang und bis zu 25 kg schwer. Er erreicht ein Durchschnittsalter
von ca. 30 Jahren. Mit etwa acht Jahren laicht der Sevruga das erste Mal.
Der Rogenanteil liegt zwischen ca. 1 und 3 Kilo.  
Wie auch der Osietra leicht das Sevruga-Weibchen dann in einem Zwei-Jahres-Rhythmus.



Kaviar Sorten:

Drei Sorten Störkaviar gibt es.
Sie werden nach der Störart benannt, von der sie stammen: Osietra , Beluga und Sevruga .
Die unterschiedlichen Kaviarsorten werden mit verschiedenfarbigen Deckeln gekennzeichnet.



Beluga-Kaviar     (zool.: Huso huso)                                                                        
Hausen, engl.: beluga, franz.: beluga, grand esturgeon, ital.: storione ladano, span.: esturión 

Der vom Beluga Stör stammende Beluga-Kaviar ist der teuerste unter den Kaviarsorten und gilt 
als die begehrteste Delikatesse der Welt. Eine Rarität für Genießer!

Der Hausen oder Beluge ist mittlerweile sehr selten geworden.
Die Eigenart des Belugakaviars liegt in seinem sehr milden, fein-sahnigen Geschmack.    
Das Korn des Beluga-Kaviars ist prall und mit einer hauchdünnen Haut versehen.           
Er muss wegen seiner zarten Schale besonders vorsichtig behandelt werden.
Der Belugakaviar ist mit einem Durchmesser von 3,5 mm sehr groß und seine Farbe variiert von hellgrau- ,silbergrau bis anthrazitfarben.

Die Verpackung des Beluga Kaviars hat eine blaue Deckelfarbe. 



Osietra-Kaviar   (zool.: Acipenser gueldenstaedit)  Waxdick, Ossietra  

Es werden auch die Schreibweisen "Ossietra, Ocietra, Ossetra oder  Ossiort (russisch)“ verwendet.

Dieser exklusive und sehr begehrte Kaviar steht dem Beluga an Qualität in keinster Weise   
nach und wird wegen seines unverwechselbar feinnussigen Geschmacks sehr geschätzt.

Der Geschmack ist durch sein sehr spezielles Aroma mit keiner anderen Sorte vergleichbar.
Seine nuancenreichen Farben machen ihn zu einem außergewöhnlichen Kaviar.
Der Osietra-Kaviar ist deutlich kleiner, im Durchmesser etwa 2 bis 3 mm, als der Belugakavier,
dafür aber auch hartschaliger und damit unempfindlicher. 
Das Korn ist silbergrau bis schwarz mit einem meist leicht goldenen Schimmer.
Das Kaviarkorn des Osietra ist in der Regel gelbgoldbraun, weist aber eine breite Farbpalette (silbergrau, goldbraun, dunkelbraun bis fast schwarz) auf. Je älter der Stör ist, um so heller
wird der Rogen. 

Die Verpackung des Ossietra Kaviars hat eine gelbe Deckelfarbe. 



Sevruga-Kaviar    (zool.: Acipenser stellatus) „Acipenser Stellatus“ (Scherg, Sternhausen)

Ein feinkörniger Kaviar, der an seinem sehr aromatischen und feinwürzigen Geschmack    
erkannt wird. Wegen seines sehr aromatischen und ausdrucksvollen Geschmacks ist
dieser Kaviar besonders beliebt.
 
Er hat die feinste Körnung und wird in den unterschiedlichsten Grauabstufungen – in seinen
Farben mittelgrau bis stahlgrau – angeboten.

Der vom Sevruga Stör stammende Kaviar hat ein sehr dünnschaliges, im Durchmesser     
ca. 1 bis 2 mm großes Korn. Es ist dementsprechend empfindlich.

Die Verpackung des Sevruga Kaviars hat eine rote oder orange Deckelfarbe.


Kaviar Selektionen:

Die importierte Ware aus GUS (Russland, Aserbeidschan, Kasachstan und Turkmenistan),
Iran und neuerdings auch aus Rumänien werden von den Großhändlern nochmals geprüft und bewertet.

So werden durch gezielte Selektion, neben den klassischen Sorten - Beluga , Ossietra und Sevruga - außergewöhnliche Farb- und Größenabweichungen für besondere Liebhaber selektiert. So wird im Handel der tiefschwarze Kaviar von jungen Ossietra Stören als Royal Black Kaviar angeboten und der hell, goldbraun schimmernde, ebenfalls vom Ossietra Stör stammende Kaviar als Imperial Kaviar verkauft. Der Schah Kaviar der sehr seltenen Winterstöre zählt zu den teuersten Sorten.
Ebenso werden  Sevruga-Selektionen z. B. unter der Bezeichnung Classic Grey angeboten.



Almaskaviar                        - Almas - der goldene Kaviar -

Eine absolute Sonderstellung besitzt der sehr seltene und deshalb äußerst kostbare Almaskaviar. 
Dieser Kaviar war einst nur dem Schah von Persien vorbehalten.

Almas heißt auf persisch „Diamant“. Und genauso hell bis perlmuttfarben ist jener Stör,
dessen Kaviar wegen seiner weißen bis hellgelben Farbe, und seines milden und cremigen Geschmacks so sehr einzigartig ist.

Von einem Albinostör stammend, ist dieser cremeweiße bis hellgelbe Kaviar nicht im normalen
Handel zu finden. 

Für dieses Produkt halten Händler eine spezielle Reservierungsliste bereit, auf der bereits
äußerst prominenter Personen und gekrönter Häupter zu finden sind.


Zucht-Kaviar :
                                                                                                                                   
Hierbei handelt es sich um Rogen von Stören aus der kommerziellen Zucht.                    
Zucht-Kaviar ist ein Produkt, dessen Entwicklung in den letzten Jahren stark zugenommen hat.
Als besonders zur Zucht geeignet, hat sich der Sibirische Stör (zool.: Acipenser baerii) erwiesen.
Gut aufbereitet, ist er in Konsistenz und Geschmack mit dem Kaviar von wildem Stör annähernd vergleichbar. 
 

Weitere Kaviare bzw. Kaviarprodukte: 

Keta Kaviar                                                                                                                                
Er ist der Rogen des Ketalachses.
Verglichen mit anderen Kaviarsorten hat er weniger Aroma und schmeckt eher wässrig.
Der Rogen ist gelblichrot bis leuchtendrot. Sein Korn ist im Durchmesser ca. 5mm.

Forellen Kaviar                                                                                                                                   Forellen Kaviar ist der Rogen der Regenbogenforelle.
Dieser Kaviarersatz ist dem Beluga ähnlich, schmeckt aber milder.
Der Rogen ist eingefärbt, und grösser als der Belugakaviar.

Bottarga Kaviar                                                                                                                                   Bottarga Kaviar ist der Rogen der Meeräsche.
Der aus Italien stammende Kaviarersatz wird gesalzen und geräuchert.

Presskaviar                                                                                                        
Beschädigte oder sehr weiche Rogen von verschiedenen Störarten werden gepresst.         
Presskaviar ist stark gesalzen und breiig, kommt in Dosen aber meist in Fässern in den Handel.

Kaviarersatz                                                                                                                                    Er ist der Rogen des Seehasen, seltener auch vom Kabeljau.
Enthält meist Konservierungsmittel, stark gesalzen.
Der Rogen ist schwarz, seltener auch rot gefärbt, feinkörnig.                                                             
    
 











     

 

 
 






















 







    







 

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